NICHT

necessary intellectually charging tendency

Grundlagen

Warum?

Warum nutzen wir die Möglichkeit, bei einer, bzw. bei dieser Kommunalwahl teilzunehmen?

KRIMINALITÄT BEKÄMPFEN, NACHDEM SIE NICHT MEHR ENTSTEHEN KANN

bearbeitet

WARUM NUR?

Die Tätigkeit im und um den Gemeinderat herum nimmt einige Zeit und einigen Aufwand in Anspruch. Dieses „Ehrenamt“ raubt Freizeit, in welcher man sonst am See liegen, gute Bücher lesen, Freizeit sozial genießen oder auch jede Menge Alkohol zu sich nehmen könnte.

Hinzu kommt noch, dass diese „schöff_innenartige“ Tätigkeit beinhaltet, dass jede Menge Ideologisches(*) und Klientelistisches an den oft besten Stunden eines Tages auch noch akustisch ertragen werden muss, als ob der aufgezwungene kleingeistige bürgerliche Alltag hier nicht bereits genug Belastung darstellte. Soweit also kein Grund, der für eine Teilnahme spricht.

Die die Gesellschaft im Grunde prägenden Verhältnisse werden im real existierenden Gemeinderat, als im Grunde Teil der Verwaltung, als sein Hauptkontrollgremium geltend, konkret nicht gesetzt. Jene werden da nur verwaltet, punktuell interpretiert, priorisiert und damit systemisch nachlegitimiert. Na gut; soweit ist eine Teilnahme nicht voll sinnentleert.

Mit der Abwahl des OB und dem Abgang einiger weniger „Honoratioren“ erfolgte ein erster kleiner Schritt zu einer Möglichkeit von Aufbruch, mit der Gemeinderatswahl könnte ein zweiter kleiner zur Auflösung von Nestwärme und abgegessenen Seilschaften folgen. Wenn also optimistisch, dann mal jetzt.

(*)Was wer unter Ideologie versteht, ist verständlich auseinanderzuhalten!

WIEdeo:

https://www.youtube.com/watch?v=8swnUuYnqsw

und dann natürlich den kleinen gelben Umschag zukleben und... ( http://www.freiburg.de/briefwahl )

Warum nicht?

Die Tätigkeit stellt keine geistig aufwendige Angelegenheit dar, ist erstmal „Wichtigeres“ von Unwichtigem intuitiv getrennt. Und:

  • Bislang im sozialen, kulturellen und politischen Alltag untergebrachte Standpunkte, Argumentationen und profunde Fragestellungen werden nun vermehrt den in den Gremien der Stadtorganisation Entscheidung Tragenden und auch dem Extremismus der Mitte zum Genuss vorgeworfen werden können. Sie werden - hoffentlich - genötigt sein, nicht mehr nur vermeintlich pure Vernunftgründe für ihre Bewertungen, Stimmungen und Maßnahmen, sondern auch ihre wahren Motiv- und Interessenslagen sowie ihre Wertvorstellungen jeweils darzulegen und zu verteidigen. Gelegentlich wird verbal oder tonal etwas aufzurüsten sein.
  • Als „Sahnehaube“ lässt sich die Möglichkeit und Notwendigkeit sehen, dafür zu sorgen, dass sich eine wie auch immer erscheinende demokratische „Freigida“ als neue Rechtsultras nicht einnistet,sondern einnäßt. Wer sonst sollte das tun? Wer ist von solchen"Ressentiments" gegenüber Fremdem noch nicht influenced? Als Nebeneffekt versprechen wir uns davon eine bessere Nachvollziehbarkeit von Weimarer Verhältnissen mit Realityshowcharakter, wenngleich die zugrundeliegenden Voraussetzungen großteils differieren.
  • Nachhaltig sinnstiftend ist ebenso und schon alleine die Vornahme,innerhalb der 5 Jahre eine oder zwei Studien rechtssoziologischer /organisierungstheoretischer Art zu erstellen.

Why NICHT

schaufweigentlichnicht

Necessary

Die Zeiten parteilicher und seilschaftlicher Organisierung per Sympathiemarketing und wegen Karriereabsichten gehen auch auf kommunaler Ebene zu Ende. Auch postkonventionelle Ansätze als solche bedeuten keinen inhaltlichen Fortschritt in substanziellen Fragen:

https://www.youtube.com/watch?v=4toCZmzILIs

Unterscheidung von Gesellschaft und Gemeinschaft, negative Freiheit, Wohnqualitätsangleichung. Gäbe es bereits ausreichend relevante, nicht weichspülbare Ansätze, würden wir uns für diesen Aufwand nicht zur Verfügung stellen müssen. Politikstile per Appelle an Lokalpatriotismus sind als Anbiederung an die diffuse Mitte Anzeichen zu schneller Kompromisse. Das ein oder andere lucidum intervallum reicht nicht. Wir sind also nicht scharf auf ein solches Mandat; nur, es erscheint uns als notwendig.

Intellectually CHarging

Der Gemeinderat und auch Ausschüsse tagen in der ehemaligen Aula der Universität. Erleuchtungseintritt ist beschränkt, der Kontrollraum (Öffentlichkeit) ebenso. War „damals“ noch dieser Raum ein zentraler Ort „hochgelahrter Disputationen“ (insbesondere der Philosophischen Fakultät) und Quelle von Erkenntnisgewinnung, so ist er heute im Wesentlichen Absegnungshalle für vorgefertigte Produkte einer Zentralinstanz mit Symbolparlatorium. Verwaltungsprofis treffen auf Feierabendpolitnix, die schon an den Unterlagen schwer zu schleppen haben. Auswirkungen von Beschlüssen werden fast ausschließlich auf solche des Haushalts formuliert. Wohin es sonst führt, bleibt öffentlich weitestgehend ungedacht. Eine permanente gesellschaftskritische (gar geistes"wissenschaftliche") „unabhängige“ niveauerzwingende Interventionsebene findet dabei nicht einmal einen Sitzplatz, sondern wird ins diffuse individuelle Vorfeld verdacht. Diese (beispielhaft) naheliegende Kraft wird als städtisch vorhandenes autonomes lediglich berufsausbildendes aber Reputation besorgendes Parallel- oder Subsystem ohne Transfer-road gesehen. Diese Aula ruft nach Aufladung. Nach umfassenderem Rechtfertigungswillen und brägeleübergreifenderem Horizont. Nach Aufklärung über Begründungszusammenhänge. So sollten Beschlussvorlagen stets substanzielle Beantwortungen von im Vorfeld ebenso substanziell vorgetragenen Einwendungen oder gar Alternativvorlagen bestandteilig enthalten.

Also erst mal die richtigen Fragen stellen. Dann lange nichts als bedenken. Und sie dann nicht unterkomplex und in altbackenem Verständnis beantworten lassen und zu benennen versuchen, was da spricht. Das ist hier gemeint.

Tendency

Diese Verhältnisse sind nicht von heute auf morgen per Upgrade zu verändern. Die Zeiten von konservativbürgerlichen Dezernatsdiktaten, Brägeleconnection und Obrigkeit respektierender Vorsichtigkeiten sind aber auch in dieser Provinz zu entsorgen. Weder der olympische Gedanke des ewigen „Dabeiseinwollens“ noch der zentristöse Drang zur Bereitschaft, vom veralteten System der etablierten Garde aufgesogen zu werden, beschreibt unsere Motivlage. Wir sind Verunsicherung und Aufklärung. Ein erster Schritt könnte ein amtlicher Livestream aller „Debatten“ sein, damit eine einfache allgemeine Kontrolle erst möglich wird und Räte und Rätinnen unter erhöhten intellektuellen Rechtfertigungsdruck geraten. Weitere Schritte sind indiziert.

Angebot

Wir lächeln in keine Kamera, wir pflastern keine Laternen mit Farbfotos voll, wir machen keine Werbung sondern pure Information. Wir schleimen uns nicht bei Leuten und Medien (auch nicht bei duzenden) ein und lehnen generell jede Worthülserei ab. Bei uns kandidiert schlicht die Denke, die Sache; als Sachvertretende sind wir unabhängig von ggf. legitimen Zuschreibungen untereinander austauschbar. Und: Wir kämpfen nicht; wir wahlkämpfen nicht. Wir passen uns nicht irgendeinem stream an oder überreden Leute, um möglichst viele Stimmen einzusammeln. Das machen wir nicht. Wir bieten lediglich etwas an.